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Sonntag, 2. Dezember 2007

Einsamkeit


Ein Hauch von sorgenfreiem Sein
Ein Leben, ganz für mich allein
Kein Nachtregier’nder, tiefer Schmerz
Nur süße Leere füllt das Herz

Die Tränen sind längst totgeweint
Erinnerung Vergessenheit
Kein Weg, der mich ins Lichte führt
Kein Laut, der meine Ruhe stört

Von keinem Menschenkind erkannt
Bleibt meine Leere unbenannt
Eine Mauer schirmt mein Herz
Gegen Liebe - Gegen Schmerz

So lebe ich für mich allein
Befreit von Qual und aller Pein
Ein König, hier in meiner Welt
Wo Einsamkeit das Dasein stellt

Ein weitere,
zerstörte Welt


Die Tage ziehen fort
An andere Küsten
Und zurück bleibt nur
Eine verlassene Welt

Wind und Regen vergehen
Aber keine Sonne trocknet
Auch sie ist weit weg
Hat diese Gestade verlassen

Der Mond verging
In einem hellen Gleißen
Und mit ihm die Sterne
Alles ist dunkel und kalt

Ich alleine steh noch hier
Aber nicht mehr lange
Was einmal verloren
Kommt niemals wieder
Und ich fürchte
Es ist mein Schicksal
Alles was ich erschaffe
Wüst und leer zu verlassen
Aber am Ende ist es doch
Nur eine weitere, zerstörte Welt

Sonntag, 25. November 2007

Brennender Abendhimmel

Schon sinkt der Tag. Die nebelkahlen Bäume
Hüllen sich in wesenlose Schleier.
Doch golden braust durch himmelsferne Räume
Des letzten Lichtes überhelle Feier.

Die Wolke ruht. Hat Gluten ausgetrunken –
Noch einmal flammt es prasselnd hell empor,
bis Glanz und Blut in ferner Höh’ versunken.
Steht auf den Straßen still! Seht in das Tor,

durch welches trübe Blicke sich erheben.
Denn jede Schönheit muss sich jäh verschwenden,
bis sie ein Auge hält. – Du weißt es, Leben,
dass alle Wege sich ins Leuchten wenden.

Sonntag, 18. November 2007

Der Mensch

Empfangen und genähret
Vom Weibe wunderbar,
Kömmt er und sieht und höret
Und nimmt des Trugs nicht wahr;
Gelüstet und begehret
Und bringt sein Tränlein dar;
Verachtet und verehret,
Hat Freude und Gefahr;
Glaubt, zweifelt, wähnt und lehret,
Hält nichts und alles wahr;
Erbauet und zerstöret
Und quält sich immerdar;
Schläft, wachet, wächst und zehret;
Trägt braun und graues Haar.
Und alles dieses währet,
Wenn's hoch kömmt, achtzig Jahr.
Dann legt er sich zu seinen Vätern nieder,
Und er kömmt nimmer wieder.

Träume

Ich hatte einige Träume,
Träume von besseren Welten,
doch man sagt Träume sind schäume,
soll das heissen sie können ihe Versprechen nicht halten?

Ich sah Welten die lebten in Frieden,
ohne Krieg und Gewalt.
Kinder die friedlich spielten,
in einem freundlichen Wald.

Ich sah Menschen die sich liebten,
egal ob schwarz oder weiss.
Die sich alle umarmten,
keine Herzen aus Eis.

Ich sah Menschen die glaubten,
an Gott und seine Wunder,
die lebtn nach seinen geboten,
im Einklang mit der Natur.

Ich sah Tiere in Freiheit,
ohne Qual und Leid.
Eine Welt ohne Feigheit,
und ohne jeden Neid.

Warum kann es nicht wirklich so sein?

von Froscherl

Sonntag, 11. November 2007

Nähe des Geliebten

Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
Vom Meer erstrahlt;
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
In Quellen malt.

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
Der Wandrer bebt.

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt;
Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen,
Wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne,
Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.
O wärst du da!

Heimweh

Ich hörte heute morgen
am Klippenhang die Stare schon.
Sie sangen wie daheim,
und doch war es ein andrer Ton.

Und blaue Veilchen blühten
auf allen Hügeln bis zur See.
In meiner Heimat Feldern
liegt in den Furchen noch der Schnee.

In meiner Stadt im Norden
stehn sieben Brücken, grau und greis,
an ihre morschen Pfähle
treibt dumpf und schütternd jetzt das Eis.

Und über grauen Wolken
es fein und engelslieblich klingt -
und meiner Heimat Kinder
verstehen, was die erste Lerche singt.

Sonntag, 4. November 2007

Ich bin Mensch aus Fleisch und Blut
verspüre Freude und auch Wut
Genieß` das Lächeln und das Weinen
die Sonne kann nicht immer scheinen

Ich sehe den Weg und er macht Sinn
der Weg wird schwer ich falle hin
Das Leben ist ein harter Lauf
doch wer nicht kämpft der steht nicht auf

Der Kampf erfordert Kraft und Schmerz
der Stolz bricht ab doch nicht mein Herz
Denn ohne Wärme an der Brust
ertrinkt der Rest von mir im Frust

Ich will erkennen was das heißt
am Tau zu ziehen bis er reißt
ich lass nicht los, nein halte aus
mit meinem Blut in meiner Faust

Ich bin erschöpft doch treu geblieben
all den Menschen die mich lieben
Ich liebe euch ich las nicht los
bis zu Gottes Gnadenstoß
_________________
Fühlst du dich kalt und leer,
Hoffnung scheint so fern,
fragst dich, gibt es keine Zukunft mehr?

Verzweiflung macht sich breit,
schleicht sich in dein Herz,
der weg scheint so weit?

Schau zum Himmel,
und öffne dein Herz,
glaub mir, dort ist dein Engel!

Verlier nie den Mut,
hör was er sagt,
alles wird wieder gut.

Lass dich von ihm leiten,
er zeigt dir den Weg,
in allen schlechten Zeiten!

frosch-stine

Sonntag, 28. Oktober 2007

Worte sind der Seele Bild (ein Gedicht)

Worte sind der Seele Bild -

Nicht ein Bild!

Sie sind ein Schatten!

Sagen herbe,

deuten mild,

Was wir haben,

was wir hatten. -

Was wir hatten,

wo ist's hin?

Und was ist's denn,

was wir haben? -

Nun, wir sprechen!

Rasch im Fliehn Haschen wir

des Lebens Gaben.

Träume (ein Gedicht)

Weißt Du noch,
wie ich Dir die Sterne vom Himmel holen wollte,
um uns einen Traum zu erfüllen?
Aber Du meintest,
sie hingen viel zu hoch ...!
Gesternstreckte ich mich zufälligdem Himmel entgegen
und ein Stern fiel in meine Hand hinein.
Er war noch warm und zeigte mir,
daß Träume vielleicht nicht sofort in Erfüllung gehen;
aber irgendwann ...?!

Sonntag, 21. Oktober 2007

Dein Lächeln

Dein Lächeln lässt die Sonne aufgehen-
Es ist so wunderschön-
Ich möchte es haben-
will es immer sehen-
Kann nicht ohne es leben-
Es ist so wunderschön-
Ich würde alles tun um es zu sehen-
würd dir die Welt zu Füßen legen-
könnte ich es immer sehen-
Denn es ist so wunderschön.

Leisegang

Sonntag, 16. September 2007

Letzte Reise

Was ist Liebe ohne Zärtlichkeit,was ist Liebe ohne Streit? Es gehört zusammen,wie die Nacht und die Sterne. Eine Nacht voll Zärtlichkeit,bei Vollmond untern Sternenhimmel,kann so viel bedeuten. Ein Streit ist ein klärendes Gewitter,die Sterne leuchten danach noch heller.
Was ist Liebe ohne Sehnen, was ist Liebe ohne Tränen? Es gehört zusammen, wie das Meer und der Strand. Sich nach den anderen sehnen,an ihn denken zu jeder Zeit, heisst nicht zu vergessen schöne Stunden. Dem anderen seine Wunden salben, sie verheilen schneller dann.
Was ist Liebe Ohne Blindheit, was ist Liebe ohne Freiheit? Es gehört zusammen, wie der Tag und die Sonne. Kleine Fehler übersehen, ohne sie zu ändern, heisst den anderen Lieben wie er ist. Freiheit braucht ein jeder mal für sich, die Liebe kann man sonst nicht erhalten.
Was ist Liebe ohne Trennung, was ist Liebe ohne Verzeihung? Es gehört zusammen, wie der Himmel und die Wolken. Ein Wiedersehen nach langen Tagen, lässt die Herzenssonne wieder Strahlen, einsame Stunden schnell vergessen. Einander zu Verzeihen jeden Streit, wichtig für die Zukunft Zärtlichkeit.
Meine letzte Reise, die möchte ich nun machen. Sie geht nach Hause,werd dort Freunde treffen. Will fort von hier, den Schmerz vergessen. Das sagtest du zu mir, das letzte als mal ich dich sah. Die Krankheit nahm Besitz von dir, der Kampf war schon verloren da. Ich wusste nichts zu sagen,hielt deine Hand, blieb einfach da.
Deine letzte Reise, tret ruhig an. Tu es auf deine weise,und komm gut dort an.
Diese Worte sprach ich leise, es ging dir besser dann.
Ein paar Tage später nur, schliefst du in Frieden ein. Dein letzter Zug der fuhr, ganz gewiss im Himmel ein. Deine Liebe klar und pur, die wird für immer bei uns sein.
(Froscherl)

Sonntag, 9. September 2007

Oh Deggendorf

Deggendorf, oh Deggendorf,
du hattest es nicht leicht,
in deiner kurzen Zeit,
im Renaissance Königreich.

Das Amt des Bürgermeisters,
normal durch Wahlen vergeben.
In Deggendorf man dieses tut,
oft durch Erstürmung nehmen.

Doch leider ging dabei,
schon einiges mal schief,
als zum Beispiel bei einem Sturm,
der wichtigste Mann verschlief.

Und dann war noch die Mafia
die aus Bulgarien kam,
mit ihren überhöhten Preisen,
den Markt fast übernahm.

Der Kampf war schwer,
machte das Rathaus fast Pleite.
die Bulgaren Mafia suchte aber,
schließlich doch das weite.

Zwei von ihnen haben’s nicht geschafft,
konnte das Gesetz noch fassen,
und wenig später mussten sie,
am Galgen ihr Leben lassen.

Viel wird bei uns gemeckert,
gestritten und gezankt,
die Arbeit des Bürgermeisters;
von einigen nicht gedankt.

Zur aktuellen Stunde,
man kann es gar nicht glauben,
die Inquisitoren,
uns den Glauben rauben.

Angesehene Bürger,
die Namen wir alle kennen
auf den Scheiterhaufen,
tun lichterloh nun brennen.

Der Hexerei bezichtigt,
die Beweislast sie lag schwer
die Tränen können nicht fließen,
man ist enttäuscht zu sehr.

Doch lasst uns nicht betrübt sein,
lasst uns nach vorne schauen,
und mit Gottes Hilfe
eine schönre Zukunft bauen.

Lorlen

Sonntag, 2. September 2007

Sommerregen

Dunkle Wolken ziehn am Himmel,
verdecken schon der Sonne Glanz.
Vögel freuen sich schon auf Regen,
machen einen Freudentanz.

Laues Lüftchen, weht herüber,
Blätter rauschen wie das Meer
und auch Blumen, wie die Gräser
wiegen sich sachte, hin und her.

Fast zärtlich kommt der Regen nieder,
hüllt alles in sein kühles Nass.
In der Luft schwebt Duft von Frische,
befreit von Schmutz sind Blatt und Gras.

Kinder hüpfen in den Pfützen,
modern kreativ im Schlamm,
lassen fröhlich Wasser spritzen,
bauen einen kleinen Damm.

Auf dem Felde steht der Bauer,
erleichtert über des Himmels Flut,
denn nun kann er wieder hoffen,
seine Ernte die wird gut.

Lorlen

Samstag, 18. August 2007

Heimat Deggendorf

Zwischen Regensburg und Passau,
in dem schönen Bayernland,
liegt ein ruhiges kleines Örtchen,
namens Deggendorf genannt.

Dort ist meiner Heimat Herkunft,
wo die Donau langsam fließt
an den Ufer diese Flusses
ich manch schönen Tag genieß.

Hier lebt ich gar schöne Stunde,
manch traurig Begebenheit,
hier hört ich viel frohe Kunde,
doch auch Kummer sowie Leid.

Hier bin ich ein Teil des Lebens,
bringe ein mein Geist und Kraft,
freu mich über die Erfolge,
wenn fürs Dorf ward was geschafft.

Hier hab ich all meine Freunde,
habe eine Menge Spaß,
in den Kneipen wir gemeinsam,
leerten aus so eing’e Fass.

Hier ist alles was ich brauche,
liebe Leute wie auch Land,
wenn ich in der Ferne weile,
ist mein Herz doch hier gebannt.

Lorlen